Drohbriefe an der Tür, unhöfliche Nachbarn,…..so begann unser Neuanfang in der neuen Wohnung. Wir sind nach wie vor die einzigen, die sich „getraut“ haben einen Hund mitzunehmen. Meine Tochter unsere Hündin und ich waren leider gezwungen zu übersiedeln und das tat uns scheinbar nicht allen gut. Unsere 7 jährige Flat-Hündin Jenny litt leider sehr darunter. Sie terrorisierte mit ihrem stundenlangen Gebell und der Heulerei die Nachbarn. Dementsprechend war auch die Stimmung wenn wir mal im Stiegenhaus oder beim Spaziergang gesichtet wurden.

Zu Beginn wollte ich das alles nicht wahrhaben, da unsere Jenny es immer gewohnt war bzw das Alleine sein kennt, aber wenn nicht nur ein Nachbar sich beschwert und sich auch mehrere Drohbriefe an der Tür finden,…. Ich muss gestehen ich war viel zu beschäftigt mit der Siedlerei und mit dem ausräumen der Kartons als dass ich mir mal die Zeit genommen hätte um sie mal zu beobachten. Sie ist vom Wesen her sehr pflegeleicht und passt sich auch sehr schnell an neue Situationen an aber diesmal kam leider alles anders.

 

Ich war verzweifelt und wusste nicht mehr was ich tun sollte und war auch schon wieder dabei ein neues Zuhause zu suchen da es für mich absolut nicht in Frage kommt dass wir uns von unserem Schützling trennen. Bevor mich das Internet per Zufall zu Johannes geführt hat, hatte ich mich bei anderen Coaches und auch einer Hundeschule vorgestellt und auch schon um Hilfe gefleht. Jedoch stieß ich da auf Granit. Der eine verplant und ausgebucht mit Sitz und Platz Trainings, den anderen hats nicht wirklich interessiert und die Hundeschule meinte nur ich müsse mich da zuerst als Mitglied bewerben aber ob sich das Problem dann lösen wird ist nicht gewiss.

Nun, verzweifelt wie ich war googelte ich hartnäckig weiter und stieß auf Johannes…..mit der Bitte um rasche Hilfestellung verblieb ich quasi mit verzweifelten Grüßen…..3 Std. später rief mich Johannes an, sprach mir Mut zu und schon am nächsten Tag stand er mir mit Rat und Tat zur Seite. Einfache Übungen die ich auch in meinen Tagesablauf mit einbauen kann und meinen Hund motivieren kann. Die Ursache bei unserer Jenny war einfach ihr übergroßer Beschützerinstinkt. Zwar hatte sie den immer schon aber er war noch nie so ausgeprägt. Sie hatte einen Kontrollwahn entwickelt. Sobald man nur mal eben kurz in die Küche ist, wackelte sie schon nach, aha….ok sie holt sich was zu trinken…oha, sie geht schon wieder wo hin….ah ok das Wohnzimmer, oh mein Gott meine Tochter begibt sich auf die Toilette…gleich hinterher und vor der Türe warten. Hätte sie meine Tochter hineingebeten hätte sie sich auch das nicht nehmen lassen. Permanent dicht hinter einem, dass wenn man schnell mal die Richtung gewechselt hat auch gleich über den Hund fällt. Aber genau das verursachte auch diese stundenlange Heulerei und das Gebell. Das nicht kontrollieren können was wir machen. Um das zu verstehen war eben ein sogenannter „Hundeflüsterer“ notwendig.

Johannes gab mir sehr viele hilfreiche Tips und hat auch sehr sehr viel Zeit in uns investiert. Heute, und das ist gerade mal erst 4 Wochen her, ist unsere Jenny wieder die „Alte“. Von Tag zu Tag wurde das Gebell weniger und sie weiß, dass wir gesund nach Hause kommen und sie uns nicht kontrollieren muss. Meiner Tochter und mir wurde ein neuer Weg mit unserer Hündin gezeigt wie wir ihr in Zukunft gewisse Situationen erleichtern können. Mittlerweile schätzen uns die Nachbarn sehr und sie kommen auch sehr gerne auf einen Plausch vorbei oder fragen ob sie mit uns eine Runde drehen können. Sie sehen, dass es sich doch auch mit „Hund“ sehr schön leben lässt. Und wir, wir haben hier in der fremde nicht nur einen „Coach“ gefunden sondern mittlerweile auch einen lieben Freund dazugewonnen. Mal schauen, ob das sein Schäferrüde bei unserem Weiberl auch so sieht ;-)

Viele liebe Grüße
Jenny (schwarze Terroristin)  ;-)
Jacqueline & Natascha